Der Zustand der Hoffnungslosigkeit entstand zu großen Anteilen aus dem Glaubenssatz, dass mein genetisches Erbgut, also meine DNA eine Grenze meines Potenzials darstellt. Mein ganzes bisheriges Leben war ich der Auffassung, dass ich über einen gewissen Punkt, sei es physisch, psychisch oder auch intellektuell, nicht hinauskommen kann. Ich meinte, dass die DNA unsere Krankheiten bestimmt, unseren kognitiven Fähigkeiten einen Riegel vorschiebt und vor allem aber ein Umstand ist, der sich aus unserer Verantwortung entzieht, also nicht änderbar ist.

Ich sah mich also aus meiner subjektiven Wahrnehmung mit einer Hauterkrankung, einem nicht genügenden kognitiven Potenzial und diversen anderen Dingen konfrontiert, die ich nach meiner bisherigen Annahme hinnehmen musste, da der genetische Code nach meiner festen Überzeugung eine Lebensprognose war. Der genetische Determinismus, dem ich uneingeschränkt Glauben schenkte, versetzte mich unweigerlich in eine Opferrolle.  Allein dieses Wissen, welches nicht von mir stammt, sondern von einem Großteil der medizinischen Fachschaft genauso formuliert wird, trieb mich in eine extrem starke Hilfs- und Hoffnungslosigkeit, denn wie sollte ich etwas ändern können, was nicht zu ändern ist.

Ich kann euch schon jetzt sagen, dass meine und vielleicht auch in euch vorhandene Überzeugung, die mitunter auch von der Schulmedizin befeuert wird, eine Illusion ist. Ein Irrglaube, der in seiner Fatalität für unser aller Leben kaum zu übertreffen ist.

Die Medizin und aber auch die Sichtweise auf das Leben von einem Großteil der Menschheit basiert in ihren Grundzügen auf der Philosophie von Demokrit. Diese Ideologie basiert auf der Materialismus, frei nach dem Motto „Das was du siehst, ist das was es gibt“. Die konventionelle Medizin richtet sich genau nach diesem Prinzip. Für sie bleibt nur der physische Körper, der studiert wird. Sokrates hingegen, auch ein Philosoph der früheren Zeit sieht die Welt als dualistisch an. Er meint, es gäbe eine Form (Seele), die unabhängig von unserem Körper existiert. Das berühmte Zitat „Cogito, ergo sum“ (Ich denke, also bin ich) von Rene Descartes, drückt ähnliches aus. Hier wird nicht nur über einen physischen Körper gesprochen,  sondern auch ein Bewusstsein wird mit einbezogen. Wenn man diese beiden Ansichten nun auf eine einzelne Körperzelle reduziert, zählt für Demokrit der innere Einfluss und für Sokrates der äußere Einfluss der Zelle.

Vor noch nicht allzu langer Zeit vollzog sich eine vehementer Paradigmenwechsel der Naturwissenschaften. Bis in das frühe 20. Jahrhundert, schenkte der Großteil der Naturwissenschaftler der Newtonischen Mechanik ihren glauben. Kurz und knapp zusammengefasst ist der Kern der These, dass das Universum einzig und allein aus Materie besteht. Diese Annahme wurde nun nicht nur von Esoterikern oder Spirituellen angezweifelt, sondern auch fundiert in der Wissenschaft neue aufgerollt. Hierbei handelt es sich um die Quantenphysik, die als Wissenschaftliche Disziplin noch keine 100 Jahre existiert. Atome unterliegen daher heute einem ganz neuen Verständnis. Früher hat man die Atome auf ihre Masse untersucht. Heute untersucht man deren Energie, also deren Schwingung und Frequenz. Um zu vergegenwärtigen, was das für uns und unser Verständnis von der Welt bedeuten könnte, bediene ich mich an einem Zitat eines deutschen Physikers „Möglicherweise erleben wir unsere heute Welt ähnlich verkehrt, wie die Menschen, die vor Kopernikus noch geglaubt haben, die Sonne würde sich um die Erde drehen. Dabei vollzieht sich nahezu unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, ein grundlegender Wandel des gegenwärtigen Menschenbildes.“

Naturwissenschaften kann man ihrer Wichtigkeit nach in einer Pyramide darstellen. Die Mathematik stellt das Fundament und ist damit die wichtigste aller. Es folgt die Physik, dann die Chemie und die Biologie. Den Schluss bildet die Psychologie. Jede Naturwissenschaft basiert auf der ihr übergestellten Naturwissenschaft. Wenn nun also die Physik einem vollen neuen Verständnis unterliegt, müssten die weniger fundamentalen Naturwissenschaften sich den Erkenntnissen angleichen.

Die Hochschulmedizin aber auch die Wissenschaft kommt über den Punkt der physischen Betrachtungsweise nicht hinaus. Denn für sie muss es Messwerte und vor allem visuelle Beweisführung geben um bearbeitet werden zu können. Unsere Seele, unser Bewusstsein und auch unser Verstand sind etwas feinstoffliches, das sich dem Sichtfeld vieler nicht öffnet.  Dementsprechend wird dieser nicht zu vernachlässigende Teil unseres Wesens, wenn nicht sogar der wichtigste Teil, von der westlichen Medizin vollkommen unbeachtet gelassen.

Wir wissen nun, dass es neben unserem physischen Körper auch noch einen feinstofflichen (ätherischen) Körper gibt. Dieser setzt sich aus den Gedanken, dem Gefühl und der daraus resultierenden Emotionen zusammen. Man sollte meinen, dass Gedanken eben Gedanken sind. Sie sind weder zu messen noch sind sie materiell, also können sie ja gar nicht von Wert sein. Dies ist ein gravierender Trugschluss, der jedem, spätestens während einer Depression bewusst werden sollte. Im Grunde sind es eben „nur“ diese subtilen Gedanken, die unseren Gemütszustand lenken und beeinflussen.  Gedanken haben aber nicht nur Einfluss auf unser Wohlbefinden, sondern sind viel mehr als der eigentliche Schöpfer unseres Wesens zu sehen.

Jeder aus dem Verstand entstammende Gedanke hat also einen Einfluss auf unser Befinden. Er ist präziser ausgedrückt der Kern jedes wahrnehmbaren physischen oder psychischen Merkmals. Mit dieser Erkenntnis ist man nun in der Lage einen logischen Analogieschluss zu ziehen, der besagt, wenn Gedanken jede erdenkliche Form unseres Körpers beeinflussen, sollte es auch möglich sein unsere DNA zu verändern.

Wenn ich von feinstofflichem spreche, meine ich im speziellen Energie, die mit unserem Auge nicht sichtbar wird, aber dennoch existiert. Wie vorhin schon beschrieben sind Atome, anders als bisher angenommen, Energiewellen. Zum besseren Verständnis kann man sich einen Stein vorstellen, der auf eine Wasseroberfläche trifft. Der Stein stellt das Atom dar und die Wellen des Wassers, die Energiewellen des Atoms. Nun gibt es nicht nur ein Atom, sondern unzählige, die jeweils eine andere Schwingung aufweisen können. Die Quantenphysik hat das Ziel zu untersuchen, wie die Wellen zusammen interagieren. All diese Wellen im Kollektiv zusammengefasst nennt man „das Feld“. Wir als Lebewesen bestehen aus Atomen, sind aber gleichzeitig auch das Feld. Das Feld, welches sich durch die kollektive Energie dieses Universums definiert, ist die einzig bestimmende Kraft der Teilchen (Atome). Teilchen wiederum sind Materie und wir als menschliches Wesen bestehen eben aus dieser Materie. Einstein sagte dazu: „Das Feld ist der Geist und der Geist gibt uns die Form“.

Als langjähriger Anhänger  des genetischen Determinismus viel es mir lange schwer dieser Theorie Glauben zu schenken. Ähnlich geht es vermutlich auch euch, den Lesern. Ich versuche zwar immer mehr meinem Gefühl zu folgen und von dem rationalen Anteil in mir etwas Abstand zu gewinnen, dennoch brauche ich für viele Thesen immer noch handfeste Beweise, um meine Anschauung endgültig zu verändern. Auch in diesem Fall war die naturwissenschaftliche Erklärung von großem Nutzen für mich.

Unser Körper enthält 23.000 Gene. Dem gegenüber stehen  weit mehr als 150.000 Proteine. Die konventionelle Annahme besagt, dass man ein Gen benötigt um ein Protein zu produzieren. Demnach bräuchte man mindestens genauso viele Gene wie Proteine. Unser Erbgut ist in jeden unserer Zellen in einem Chromosom zu finden. Dieses Chromosom beinhaltet zu gleichen Teilen die DNA und Proteine. Die DNA bildet hierbei den Kern des Chromosoms und die Proteine legen sich wie ein Ärmel um den Kern. Proteine sind daher weit wichtiger als bisher angenommen. Diese These nennt sich Epigenetik (Über). Es steht also etwas über den Genen. Jeder von uns kennt das Bild eines Eisbergs. Über der Wasseroberfläche ist meist nur ein Bruchteil des Ganzen zu sehen, ähnlich verhält es sich mit den Genen. Die Spitze, also der sichtbare Teil über der Wasseroberfläche stellt die Genetik dar. Der nicht sichtbare Teil, also unter der Wasseroberfläche, beschreibt das Potenzial der Epigenetik.

Neben dem Protein gibt es auch noch sogenannte Signale. Diese Signale können eine Droge oder auch ein Medikament darstellen. Wichtiger aber, es kann auch eine Schwingung darstellen. Diese Signale haben einen enormen Einfluss. Wenn es an ein Protein andockt verändern sich die Ladungen und das Protein bewegt sich. Das Signal, welches dem von mir schon beschriebenen Feld entstammt, wird größtenteils von unserem Mindset bestimmt. Es spielt eine große Rolle ob unsere Gedanken konstruktiver oder destruktiver Natur sind. Unsere Wahrnehmung der äußeren Einflüsse ins für unsere biologischen Prozesse maßgeblich. Wie wir die Welt sehen beeinflusst unsere Biologie entscheidend. Das Signal ist als mit unserer Wahrnehmung gleichzusetzen. Schlussendlich steuert unsere Wahrnehmung dann das Verhalten unseres Proteins.

Ein Experiment untermauert die These, dass das Umfeld die Entwicklung einer Zelle steuert: Hierzu nimmt man eine Gewebekultur mit Multipotenzialstammzellen und gibt sie in eine Petrischale. Dies sind Klone und damit Genetisch ident. Nun gibt man diese Zellen in eine andere Petrischale mit unterschiedlichem Umfeld. Dies führt man noch Zwei weitere male aus, selbstverständlich jeweils wieder mit einem anderen Umfeld. Die genetisch identen Zellen entwickeln sich je nach Umfeld zu unterschiedlichen Bausteinen unseres Körpers.

Diese Annahme ist für mich zu einer Wahrheit geworden, denn der Kontrast zwischen meiner Depression und dem gegenwärtig gesundeten Ich, ist für mich ein eindeutiger Beweis dafür, dass die Macht der Gedanken nicht unterschätzt werden sollte. Emotionen, Überzeugungen, Gefühle und schlussendlich natürlich auch unsere Gedanken ändern also die Struktur der DNA. Fühlt man Anerkennung, Liebe oder Dankbarkeit entspannt sich die DNA und dehnt sich damit aus. Wenn man dagegen Frust, Ärger, Angst oder Stress empfindet geschieht das Gegenteil. Die DNA reagiert auf die negativen Gefühle indem sie sich zusammenzieht.

Diese Erkenntnis war für mich selbst maßgebend an meiner Genesung beteiligt. Sie machte es mir möglich das altbekannte Licht am Ende des Tunnels wieder erahnen zu können. Es löste mich von meiner verbitterten und resignierten Haltung gegenüber meinem Leben und motivierte mich gleichzeitig eine Änderung meiner lethargischen Haltung vorzunehmen. Es brachte mich auch dazu die Verantwortung über mich selbst zu übernehmen.

Mit diesem Wissen wird man sich Stück für Stück bewusst, dass das alte Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ einen starken Wahrheitsgehalt durchdringt.